Geschmacksstörungen

Beeinflusst der Geruch den Geschmack?

Ja. Zu einem funktionierenden Geschmackssinn ist der Geruchssinn unerlässlich. Wenn Sie zum Beispiel eine verstopfte Nase haben, so haben Sie weniger oder gar keinen Geschmack.

Wie entstehen Geschmacksstörungen?

Die Fähigkeit, Gerüche wahrzunehmen, beeinflusst auch unseren Geschmackssinn. Daher kann eine Veränderungen in der Nase oder eine Störung an den Nerven, die von der Nase zum Gehirn führen oder im Gehirn selbst, unsere geschmackliche Wahrnehmung beeinträchtigen. Sind zum Beispiel Ihre Nasengänge infolge einer Erkältung verstopft, so ist Ihr Geruchssinn oftmals geschwächt. Die Gerüche können die Geruchsrezeptoren (spezielle Nervenzellen in der Nasenschleimhaut) nicht erreichen. Die Fähigkeit zu "schmecken" nimmt ab oder ist teilweise gar nicht vorhanden.

Zudem nimmt auch im Alter die Fähigkeit zu schmecken ab. Im Alter ab 50 Jahren beginnen Geruchs- und Geschmackssinn nachzulassen. Zudem wird die Nasenschleimhaut wird dünner und trockener. Die für den Geruch zuständigen Nerven verlieren ihre Empfindlichkeit. Daher können ältere Patienten starke Gerüche zwar noch erkennen - feine Gerüche jedoch nicht mehr so gut.

Ein weiterer Grund ist, dass die Zahl der Geschmacksknospen im Laufe der Zeit geringer wird und die Empfindlichkeit abnimmt. Diese Veränderungen beeinflussen die Geschmackswahrnehmung - insbesondere die Fähigkeit süß und salzig zu erkennen, nimmt ab. Daher empfinden viele ältere Patienten gewisse Nahrungsmittel als sauer und bitter.

Der Mund neigt im fortgeschrittenen Alter öfter zu Trockenheit - was sich auch negativ auf die Fähigkeit zu riechen und schmecken auswirkt.

Ein weiterer Punkt, welcher die Geschmacksempfindung beeinflusst, sind Nebenwirkungen von Medikamenten.

Ebenso können Störungen im Gehirn, indem die Geruchserinnerungen gespeichert werden, die Geschmackswahrnehmung beeinflussen.

Eine hormonale Veränderung (zum Beispiel während der Schwangerschaft), Entzündungen, Hirntumore oder Unfälle können ebenso eine veränderte Geschmackswahrnehmung hervorrufen.

Beeinflussen Erkrankungen den Geschmackssinn?

Einige Erkrankungen können den Geruchssinn verzerren. Hierdurch kann es sein, dass harmlose Gerüche als unangenehm empfunden werden (dies wird als Dysosmie bezeichnet). Folgende Erkrankungen können dies beeinflussen:

    • Infektionen der Nasennebenhöhlen
    • Mangelnde Zahnhygiene
    • Teilweise Schädigung der Geruchsnerven
    • Depression
    • Virale Hepatitis

Unterschiedliche Formen der Geschmacksstörung?

Grundsätzlich wird zwischen folgenden Formen unterschieden:

    • Verringerung des Geschmackssinnes (Hypogeusie)
    • Vollständiger Verlust des Geschmackssinnes (Ageusie)
    • Fehlwahrnehmung von Geschmacksstoffen (Parageusie)

Was können wir für Sie tun?

Um Ihnen weiter zu helfen, werden unterschiedliche Untersuchungen und eine ausführliche Anamnese erstellt.

Durch eine Untersuchung können wir feststellen, welche Ursache für Ihre veränderte Geschmackswahrnehmung vorliegt. Hieraus können entsprechende Therapieempfehlungen erstellt werden.